Manches kommt anders als geplant… und wird am Ende so viel besser als erwartet. Um ehrlich zu sein sogar ganz wunderbar! So lassen sich die 10 Tage mit Patricio Travel bei den Internationalen Wilson Open 2026 im Ali Bey Club Manavgat inklusive eines kurzen Abstechers ins Ali Bey Resort Sorgun zusammenfassen. Statt dem geplanten MT1000-ITF-Seniorenturnier gab es ein offenes Turnier mit tollen Matches im Einzel und Mixed für mich. Dazu einer trotz mancher Wetterkapriolen perfekten und unaufgeregten Turnierorganisation und eine fantastische, internationale Turnieratmosphäre. Und das im World Class Racket Center mit 59 Tennisplätzen und einem Urlaubshotel, in dem es einfach an (fast) nichts fehlte. Lasst euch mitnehmen in meine Tennisturnierwoche in der Türkei!
Das Turnier - anders aber dennoch klasse
Eigentlich, ja eigentlich hätten die Int. Wilson Open, ein ITF-Turnier der höchsten Kategorie MT1000 im Seniorenbereich, mein allererstes ITF-Turnier werden sollen. Tatsächlich wurde aber kurz vor Turnierbeginn seitens der ITF das Turnier aufgrund des Nahost-Konfliktes abgesagt.
Nach kurzer Überlegung entschied ich mich wie viele der Turnierteilnehmer dazu, trotz Aberkennung des ITF-Status nach Manavgat zu reisen. Zumal Patricio Travel nach der Absage kurzerhand das Turnierevent trotzdem auf die Beine stellte mit allen Side-Events und Annehmlichkeiten wie auch das „große“ ITF-Turnier gehabt hätte. So starteten dann tatsächlich 170 Teilnehmer in den Altersklassen 30-80. Besonders war bei dem Turnier auch, dass jeder theoretisch drei Konkurrenzen (Einzel, Doppel und Mixed) anstatt der bei ITF-Turnieren üblichen zwei Konkurrenzen spielen durfte.
Turniertableaus - ein neben dem anderen..
Bestens mit Handtuchkorb, Wasser & Bananen ausgerüstet
Entspannt, perfekt organisiert und immer gut gelaunt - das Turnierteam
Ich hatte mich für die Damen Einzel- und Mixedkonkurrenz der Altersklasse 50 gemeldet. Nach der schönen Begrüßungszeremonie auf dem Center Court ging das Turniergeschehen sofort los. Die ersten zwei Tage gab es leider unheimlich viel Regen und ich war komplett begeistert, wie schnell die Plätze trotz der großen Regenmengen wieder abtrockneten und bespielbar waren. Und das in einem top Zustand!
In der Einzelkonkurrenz wurde erst in zwei Dreiergruppenspielen gespielt. Ein Match gewann ich deutlich, eins ging deutlich an meine Gegnerin Anke, eine alte Bekannte aus früheren Turnierzeiten. Schön, dass man sich wieder auf dem Tenniscourt trifft! In der anschließenden KO-Runde, dem Halbfinale hatte ich das Vergnügen mit Sonja, der Nummer 1 der deutschen Rangliste und späteren Turniersiegerin und musste ihre Überlegenheit anerkennen. Schön war es trotzdem! Im Mixed lief es dagegen rund und wir konnten sogar Platz eins in einer kleinen, aber feinen Dreiergruppe mit einer österreichischen und einer Deutsch-litauischen Paarung erreichen.
1. Platz in der Mixed-Konkurrenz AK 50 mit Andi
Siegerehrung mit allem Drum und Dran
Im Halbfinale D50 war gegen Sonja Schluss
Besonders gut gefallen hat mir das junge Turnierorganisationsteam, das in aller Ruhe das Turnier durchführte und dabei immer freundlich und gut gelaunt war. Super war auch der Handtuch-Wasser-Bananen-Service, den jeder Spieler in Anspruch nehmen konnte. So war jeder bestens versorgt.
Die gesamte Tennisanlage ist zwar riesig, aber unheimlich schön angelegt, so dass der auch längere Gang zu den hinteren Plätzen einfach ein schöner Spaziergang war. Die Sportbar im World Class Racket Center war perfekt, um nach dem Match mit seinem Gegner ein Getränk zu nehmen oder aber neue und alte Bekanntschaften beim Tennisplausch zu pflegen. Mit der abschließenden Siegerzeremonie fanden die Wilson Open 2026 ein feierliches Ende – ein Turnier, das allen sicher in ganz besonderer Erinnerung bleiben wird.
Als kleines Schmackerl durfte ich noch eine Trainingsstunde bei Rosario von der der Patricio Racket Academy absolvieren. Sehr engagiert, mit klarem Fokus auf ein Thema – hat sehr viel Spaß gemacht.
Tennisplätze so weit das Auge reicht
Trainingssession bei Rosario von der Patricio Racket Academy
Hier lässt es sich einfach perfekt trainieren
Der Ali Bey Club Manavgat - ein einzigartiges Tennisurlaubsparadies
So viel vorab: als Tennisurlaubsdestination setzte der Ali Bey Club Manavgat Maßstäbe. Und das nicht nur aufgrund seines World Class Racket Centers mit 59 Tennisplätzen, 8 Padelcourts in den gerade im Bau befindlichen neuen Pickleballplätze. Die weitläufige Anlage mit ihren zweigeschossigen Wohngebäuden wirkt wie eine kleine Urlaubsstadt, wunderschön bepflanzt. Wir hatten ein Doppelzimmer Superior, das nicht allzu groß und luxuriös war, aber alles hatte, was man für einen Tennisurlaub braucht. Toll war die Ultra All Inclusive-Verpflegung, bei der auch so gut wie alle Getränke rund um die Uhr inkludiert waren. Das Essen war sehr lecker, vielseitig und schön präsentiert und bot immer viele landestypische Gerichte. Der Saunabereich wurde von mir auch häufg benutzt – nicht allzu groß, aber ausreichend. Großzügig ist der Word Class Fitness Club, der kostenlos nutzbar ist. Vor und insbesondere nach den Matches zum Ausradeln und Stretching einfach super!
Schöne und weitläufige Anlage
Der große Hauptpool
Restaurant mit super freundlichem Personal
Ein absolutes Highlight im Club ist wirklich das Personal: ich habe selten durchgehend so nette und freundliche Mitarbeiter gesehen. Vom Restaurantmitarbeiter, über den Gärtner bis zum Zimmermädchen – alle hatten immer ein Lächeln und nettes Wort auf den Lippen.
Meine Highlights
- Unglaubliche Freundlichkeit der Mitarbeiter
- Das Tennis Center ist einfach ein Erlebnis für jeden Tennisfan
Aus der Meckerkiste
- Im Restaurant war es immer sehr laut und „frisch“
Umzug ins schicke Ali Bey Resort Sorgun
Nach sechs Tagen im Ali Bey Club Manavgat zogen wir in das nur 15 Fahrminuten entfernte Ali Bey Resort Sorgun um. Gleicher Hoteleigentümer, aber vollkommen anderes Hotelerlebnis. Im Fünf-Sterne Hotel angekommen, betritt man einen wunderschön angelegten botanischen Garten, in dem sich die vier-stöckigen, edel anmutenden Zimmer-Komplexe verstecken. Die Poollandschaften, Bars und das auf mehrere Bereiche aufgeteilte Restaurant bieten allen erdenklichen Platz und Luxus.
Das Essen war nochmals einen kleinen Tick exklusiver als im Club. Auch die Restauranträumlichkeiten waren sehr ansprechend – so gab es hier viele kleinere Tische und private und ruhige Sitzgelegenheiten. Das Zimmer war sehr geräumig und mit Stuckelementen sehr edel ausgestattet.
Elegante Wohnblocks in traumhafter Pflanzenwelt
Verschiedene Pools
Sundowner am schönen, langen Sandstrand
Im Resort selbst gibt es drei Sandplätze, im 5 Minuten mit dem Shuttle erreichbaren World Class Racket Center warteten 30 weitere Sandplätze auf uns. Die Anlage ist ebenfalls sehr schön angelegt, das Clubhaus, Restaurant sind alle komplett neu renoviert. Auch Padel wurde gespielt: sowohl während der Trainerstunde mit Nelson von der Paricio Racket Academy als auch mit Tennisfreunden. Spaß hatten wir bei allem – die Plätze sind top in Schuss. Ganz besonders schön sind die direkt am Meer gelegenen 5 Pickleball Plätze. Natürlich wurde auch gegen den Pickleball geschlagen, allerdings nur sehr kurz. Spaß hat es trotzdem gemacht!
Perfekte Tennis Bedingungen auf den 33 Sandplätzen
Padeltraining bei Wilson von der Patricio Racket Academy
Pickleball direkt am Strand
Meine Highlights
- Wunderschöne Gartenanlage
- Pickleballplätze direkt am Meer
- Schöner Strand, über den man bis nach Side laufen kann (sehr empfehlenswert!)
Aus der Meckerkiste
- Im Zimmer gab es nur eine etwas umständlich „begehbare“ Dusche in der Badewanne.
- Die meisten Tennisplätze sind 5 Fahrminuten entfernt (Shuttle fährt alle 30 Minuten)
Ein beeindruckendes Treffen mit Wolfgang Riedel
Ein Highlight für mich war das Treffen mit Wolfgang Riedel, dem Geschäftsführer und Gründer von Patricio Travel. Vor 30 Jahren gründete Wolfgang sein Unternehmen, das heute der Marktführer in Sachen Tennisurlaub, besser gesagt Racketsport- und Fitness-Urlaub ist. Nach dem Kennenlernen von Wolfgang wunderte ich mich noch weniger, warum das Unternehmen heute da steht wo es steht. Und das in derzeit auch wieder herausfordernden Zeiten. Immer voraus denkend, innovativ und nach dem Optimum strebend. Kein Stillstand, sondern steter Fortschritt. Ich war beeindruckt und bin es immer noch. In Kürze gibt es unser Interview in Bild und Ton - ihr dürft gespannt sein!
Mein Fazit
Es waren einfach 10 wunderbare Tennistage mit Patricio Travel: alles war top organisiert vom Transfer, über das Turnier bis zur Tennisplatzbuchung. Das Turnier war trotz veränderter Rahmenbedingungen ein tolles Erlebnis und schreit förmlich nach einer Wiederholung in 2027, dann wieder als ITF-Turnier. Die beiden Hotels haben mir sehr gut gefallen. Wer es sportlich, leger mag und alles gerne an einem Platz hat, ist im Ali Bey Club Manavgat bestens aufgehoben. Wer es etwas luxuriöser, ruhiger und privater liebt, dem empfehle ich das Ali Bey Resort Sorgun. In Sachen Racketsport seid ihr in beiden Destinationen bestens versorgt.
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